Sie kennen ein paar nette bzw. sehr nette Frauen oder Männer und
geniessen das Beisammensein, und sicher haben Sie sich auch schon das eine oder andere Mal gefragt:
warum komme ich da bloss immer wieder auf „dumme Gedanken“? Plötzlich tauchen vor dem inneren Auge sexuelle Phantasien auf. Wie
das wohl wäre, den anderen zu fühlen und mit ihm Sex zu haben...? Das braucht Sie nicht zu beunruhigen. Wir alle haben diese
Vorstellungen, wenn wir jemanden sehr mögen und uns gut mit ihm
verstehen. Dann kommt er für uns als potentieller Sexualpartner in
Betracht. So gesehen verläuft die Grenze zwischen sehr guter Freundschaft und
Sex (in weiterer Folge Liebe) sehr fliessend. Es ist eine ständige
Gratwanderung zwischen etwas mehr Nähe und etwas mehr Distanz. Letztendlich müssen beide damit einverstanden sein, daß aus einer
Freundschaft mehr wird – eben Sex. Und in weiterer Folge kann dann
auch Liebe daraus entstehen, wenn man auf vielen anderen Ebenen
miteinander harmoniert. Wenn Sie sich noch unsicher sind, ob Sie „riskieren“ möchten,
eine Freundschaft zu verlieren, weil Sie sexuelle Annäherungsversuche
wagen, dann starten Sie am besten sehr sanft und „nebenbei“.
Versuchen Sie, denjenigen bzw. diejenige immer wieder einmal zärtlich
und wie unabsichtlich zu berühren. Die Hände spielen bei den ersten Annäherungsversuchen die grösste
Rolle. Das kann z.B. ein leichtes Berühren des Handrückens bei
„Zuspruch“ oder einer gemeinsamen Entdeckung sein. Auch das Berühren
des Unter- oder Oberarms kann etwaige Schranken abbauen. Wichtig ist
dabei immer, daß Sie sehr vorsichtig vorgehen und darauf achten, ob
es ihrem Gegenüber noch angenehm ist. Sobald Sie merken, daß es für Ihren potentiellen Partner bzw. Ihre
potentielle Partnerin unangenehm wird, er oder sie sich nicht weiter
von Ihnen anfassen lassen möchte, sollten Sie sofort mit den Berührungen
aufhören und an diesem Tag auch keine weiteren Versuche in diese
Richtung unternehmen. An einem der folgenden Tage können Sie es
nochmals versuchen, dann hatte Ihr Freund oder Ihre Freundin Zeit, darüber
nachzudenken, was mit Sicherheit geschehen ist. Wenn Sie dann nochmals merken, daß diese Berührungen nicht gewünscht
sind, dann sollten Sie es lieber bleiben lassen, auch wenn Sie noch so
gerne in sexuellen Kontakt kommen würden. Akzeptieren Sie dann
einfach, daß es eine Freundschaft bleiben wird. Wenn Ihnen das dann
zu wenig sein würde, dann ist es vielleicht sogar besser, diese
Freundschaft langsam zu beenden. Sonst würden Sie sich selbst immer
weiter quälen und den anderen vielleicht gleich mit dazu. Wenn Ihr Gegenüber aber auf die körperliche Kontaktaufnahme positiv
reagiert, dann ist der erste Schritt getan. Sie werden dann auch bemerken, daß vom anderen genauso viel zurückkommt
wie von Ihnen. Das ist ein eindeutiges Zeichen. Die Anfänge sind
gemacht und es wird sich dann mit etwas anfänglicher Zurückhaltung
(sie wollen den anderen ja nicht gleich überfallen und vergewaltigen,
das würde Ihnen schliesslich auch selbst nicht gefallen) alles zur
besten Zufriedenheit von beiden Beteiligten entwickeln.
Ein „besonderes Kapitel“ sind verheiratete bzw. fix vergebene
Freunde. Wobei Sie möglicherweise auch den Ehepartner bzw. Partner
bereits gut kennen und eventuell sogar mit diesem befreundet sind.
Hier gilt es immer abzuwägen, wie viel Ihnen der Partner des
„Objekts Ihrer Begierde“ als Freund bedeutet. Wenn Sie viel Wert auf dessen Freundschaft legen, dann lassen Sie
besser die Finger davon, denn sonst könnte es sein, daß Sie diese
Freundschaft eines Tages vergessen müssen, weil sich der andere (zu
Recht oder zu Unrecht) hintergangen und betrogen fühlt. Wenn Sie den Partner Ihres Freundes/Ihrer Freundin nicht kennen oder
ihn eventuell kennen und ihn nicht mögen, dann ist er für Sie eben
ein Fremder und Sie werden sich nicht viele Gedanken über dessen
Befinden machen. Im besten Fall weiss er dann gar nichts von
ausserehelichen oder ausserpartnerschaftlichen Beziehungen. Manchmal
weiss er es und duldet es. Aber das ist eben bei dieser Konstellation
für Sie eher nicht von Belang, ausser er/sie ist rachsüchtig, wenn
die Affäre oder der Seitensprung auffliegt. Wenn Sie sich also nichts sehnlicher gewünscht haben, als den Körperkontakt
mit Ihrem bis dato besten Freund oder Ihrer besten Freundin und dann
beide sehr zufrieden mit dem „Ergebnis“ sind, dann wird sich aus
dem einmaligen Zusammensein mehr entwickeln. Sie werden sich öfters
treffen und vielleicht sogar darauf kommen, daß Sie diese Treffen
nicht mehr missen möchten. Alles weitere wird sich von selbst ergeben
– man rückt vielleicht noch enger zusammen, gründet eventuell
sogar eine Lebensgemeinschaft oder heiratet. Dann ist es eindeutig
Liebe! Man hat viele Gemeinsamkeiten und gemeinsame Ziele, versteht
sich blendend und möchte zusammen bleiben. Liebe ist also vereinfacht gesagt der Wunsch, möglichst viel Zeit
miteinander zu verbringen, Körperkontakt zu haben, sich zu
unterhalten, viel gemeinsam zu unternehmen und eine „gemeinsame
Zukunft“ zu haben. In der heutigen Zeit ist das allerdings nicht
mehr gleichbedeutend mit „gemeinsam Wohnen“, hier hat ein Umdenken
stattgefunden und viele haben erkannt, daß gemeinsames Wohnen viele
Konflikte in sich birgt, die Partnerschaften auf Dauer sehr zusetzen können,
wenn z.B. Ordnungssinn und Lebensrhythmus nicht miteinander in
Einklang zu bringen sind. Wenn man sich auf Dauer nicht gut versteht und daraufkommt, daß es
ausschliesslich die sexuelle Anziehungskraft oder Neugierde und die
bereits bestehende Freundschaft waren, die einen zusammengebracht
haben, dann wird man sich voraussichtlich auch irgendwann einmal
wieder in Frieden trennen können, denn Freunde können auch nach
sexuellen Beziehungen wieder „miteinander“. Vielleicht mit einer
kleinen oder grösseren „Abstandspause“, aber normalerweise ist es
möglich, wenn keiner den anderen zu sehr verletzt hat. Freundschaften überdauern also – entgegen der landläufigen Meinung
– auch „sexuelle Zwischenspiele“. Danach begegnet man sich quasi
wieder auf einer anderen Ebene und kann die Freundschaft weiterführen. Ein einfaches Modell kann dies sehr deutlich veranschaulichen:
Variante A) Freundschaft – Sex - Liebe - Partnerschaft
Variante B) Freundschaft – Sex – Trennung – Abstand –
Freundschaft
manchmal auch
Variante C) Freundschaft – Sex – Partnerschaft – Trennung –
Abstand – Freundschaft
In den seltensten Fällen geht die Freundschaft zu einem „echten
Freund“ also an der Sexualität zugrunde.
Echte Freunde bleiben auch nach dem Sex Freunde! Wenn eine
Freundschaft dann also tatsächlich nicht mehr möglich ist, dann
sollten Sie sich fragen, ob dieser Freund tatsächlich ein „echter
Freund“ war, oder ob er Ihnen aus irgendwelchen Gründen nur etwas
vorgespielt hat. Und in diesem Fall können Sie ja dann getrost auf
ihn verzichten, nicht wahr?! Suchen und finden Sie jetzt echte Freunde und potentielle Partner auf
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